Das Flair
der Cioccolata Calda

Eine heiße Schokolade ganz im Stil des Carnevale

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I. Einladung in das barocke Séparée


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II. Ein wahrhaft königliches Elixier


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III. Von der Venus-Lust
und venezianischen Erinnerungen


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IV. Der glanzvolle Weg in die Ballnacht



I. Einladung in das barocke Séparée


Wir nähern uns dem ersten wahren sinnlichen Höhepunkt unseres Festtages!
Ich lade Sie ein in das wundervoll barocke Ambiente
des Séparées im ersten Stock des Café im Paradeis.
In dieser intimen, ungestörten Umgebung kredenzen wir Ihnen
einen Tropfen, der schon die Mächtigen vergangener Jahrhunderte
in Verzückung versetzte:
die legendäre Cioccolata calda.
Dies ist der wahre und einzig würdige Auftakt
für eine lange, abenteuerliche Ballnacht.


II. Ein wahrhaft königliches Elixier


Schon in der Renaissance wusste man
den exotischen Zauber der Schokolade zu schätzen.
Als sie 1544 erstmals am spanischen Hof in flüssiger Form gereicht wurde,
war ihr Import aus den fernen Kolonien derart kostspielig,
dass allein die Reichsten sich dieses Privileg erlauben konnten.
Den eigentlichen Siegeszug an den Höfen Europas
trat sie jedoch erst an, als man sie
mit feinem Rohrzucker süßte. So vollendet,
avancierte die heiße Schokolade rasch
zum absoluten Lieblingsgetränk Ludwigs XIV.
Bald eiferte die gesamte aristokratische Welt
von Barock und Rokoko dem Sonnenkönig nach,
um sich diesem luxuriösen Genuss hinzugeben.


III. Von der Venus-Lust
und venezianischen Erinnerungen


Im 17. Jahrhundert erreichte der Kakao
unsere deutschen Breiten interessanterweise zunächst als Medizin.
Eine zeitgenössische Apotheker-Schrift pries ihn vielversprechend:
„Es stärcket nemlich der Cacao den Magen,
macht Lebensgeister hurtig [...] hilft zur Venus-Lust,
stärcket das Haupt.“
Auch wenn aufgeklärte Geister den Mythos
des reinen Aphrodisiakums heute belächeln mögen –
die wohlig belebende und euphorisierende Kraft
dieses Tranks ist ein Faktum,
das uns für die Nacht bestens wappnet.

Überdies ist unsere Zusammenkunft eine der raren Gelegenheiten,
diese sündhaft cremig-dicke Schokolade
nach original venezianischem Rezept zu verkosten.
Im Strudel des modernen Tourismus ist sie selbst
beim Carnevale di Venezia beinahe verschwunden;
nur wer vor der Jahrtausendwende durch Venedig wandelte,
erinnert sich noch sehnsüchtig
an die vollmundigen Tassen des Café Florian.
Wir holen diese süße Erinnerung für Sie zurück.


IV. Der glanzvolle Weg in die Ballnacht


Nachdem wir unsere Sinne auf diese Weise erweckt haben,
verbleibt Ihnen selbstverständlich noch ausreichend Muße.
Sie können sich in aller Ruhe in Ihre Gemächer zurückziehen,
sich erfrischen und Ihr allerfestlichstes Gewand
für den großen Auftritt anlegen.

Danach öffnet die Fürstbischöfliche Residenz ihre Pforten für uns.
Sie bietet den denkbar glanzvollsten Rahmen,
um sich in einer rauschenden, durchtanzten Nacht
voll verlockendem Spiel und historischer Lustbarkeiten
völlig zu verlieren.